paulgerhardtPaul Gerhardt gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenlied-Dichtern. Einige seiner Lieder sind zu wahren Volksliedern geworden, so zum Beispiel "Geh aus, mein Herz, und suche Freud". Seine Lieder sind in viele europäische, asiatische und afrikanische Sprachen übersetzt worden. Sie sind das lebendige Erbe eines Pastors und gehören zum Weltkulturerbe.

Am 12. März 1607 erblickt Paul Gerhardt in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) das Licht dieser Welt. 1628-1642 studiert er an der Wittenberger Universität Theologie. 1643 übersiedelt er nach Berlin und ist bis 1651 Hauslehrer. 1651 übernimmt er das Amt als Propst in Mittenwalde.

1655 Trauung mit Anna Maria Berthold in Berlin.

Ab 1657 ist er Pastor an St. Nikolai in Berlin. Er wird 1667 seines Amtes enthoben, weil er aus Gewissensgründen als überzeugter Lutheraner dem Toleranzedikt des reformierten Großen Kurfürsten nicht zustimmen konnte. Ab 1669 ist er Archidiakonus (2. Pastor) in Lübben. Im Jahre 1647 werden 18 seiner Lieder im Berliner Gesangbuch veröffentlicht, 1957 kommen 64 weitere Lieder hinzu u.a. „Ich singe dir mit Herz und Mund”. 1661 sind es 90 Lieder. Der 30-jährige Krieg und die Nachkriegszeit bilden den Kontext für seine Lieder. Seine Dichtungen wollen den Menschen Mut machen, ihnen in ihrem Leid und Ihrer Trauer Trost und Hoffnung sein.

Von seinen fünf Kindern sterben 4 innerhalb des ersten Lebensjahres.

Paul Gerhardt stirbt am 27. Mai 1676 in Lübben.

www.paul-gerhardt-gesellschaft.de